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Älteste Koran-Ausgabe entdeckt

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Juli 2015: Das gut erhaltene Fragment, das die Suren 18 bis 20 in kalligrafischer Hijazi-Schrift enthält, war bislang irrtümlich mit einer anderen Koranausgabe zusammengebunden und wurde von einer jungen Wissenschaftlerin zufällig entdeckt. Die Radiokarbon-Untersuchung datiert die zwei Pergamentblätter aus dem Bibliotheksbestand der Universität Birmingham auf die Jahre zwischen 568 und 645. Damit wäre die Handschrift nach Einschätzung der Wissenschaftler maximal weniger als zwei Jahrzehnte nach dem Tod des Propheten Mohammed (570-632) entstanden und gehört möglicherweise zur ältesten Koranausgabe der Welt.



Shams (in Khartoum/Sudan 1986) vermittelt mir die Grundzüge des Islam.


ISLAM



[Der Islam und die Muslime] [Die islamische Lebensweise] [Die umma und die fünf Säulen]
[Mohammed -- der Prophet] [Sunniten und Schiiten] [Das islamische Recht - Scharia]
[Feindbild ISLAM] [Wie wird man Muslim] [Muslime in Deutschland]

[Wandel in der westlichen Gesellschaft] [www-Links]



Der Islam und die Muslime

Viele Muslime behaupten, dass das arabisches Wort Islam auf Deutsch "Frieden" heiße, was Friede mit Gott, Friede mit dem Nächsten und Friede mit sich selbst beinhaltet. Das stimmt aber schon sprachlich nicht, denn Friede heißt auf arabisch "salam". Man kann aber beide Worte, Friede und Gott, inhaltlich miteinander verbinden. Dann heißt Islam: Friede durch Unterwerfung unter Gottes Willen. Das heißt, dass der Muslim zur gottgewollten Bestimmung seines Menschseins gekommen ist. Er lebt deshalb in Frieden mit seinem Schöpfer. Dieser innere Friede des Einzelnen hat zur Folge, dass auch in der Gesellschaft Friede herrscht, jedenfalls dort wo echter Islam herrscht.
Viele meinen, dass Islam erst mit dem Auftreten Mohammeds entstand. Doch das war es weder für Mohammed noch für jeden anderen Muslim. Wir können nur sagen, dass der Islam mit Mohammed lediglich die abschließende Formulierung dessen was Islam ist erhalten hat. Unserer Meinung nach beginnt Islam vielmehr mit der Erschaffung des Menschen und dessen Einsetzung zum Stellvertreter Gottes (Allah) auf der Erde, wie es in der Sure 2,30 geschrieben steht.
Darin kommt der "Urbund" Gottes mit dem Menschengeschlecht zum Ausdruck. Nach dem Koran bekannten sich bereits die ersten Menschen als Muslime (Sure 7,172). Zwar kennt der Islam den Sündenfall Adams, doch im Gegensatz zur Bibel nicht die Erbsünde, die aussagt, dass mit dem Sündenfall die ganze Menschheit unter die Macht der Sünde gebracht worden sei.

Vielmehr gilt im Islam, dass derjenige Gott genehm ist, der seine Sünden bereut und sich neu der Leitung durch Gott anvertraut und unterordnet (Sure 2,39). Wer dagegen dem Satan folgt, wird der ewigen Verdammnis verfallen (Sure 2,39). Die anderen aber, die noch im Tod Allah und seinen Gesandten verehren, werden ins Paradies eingehen, wo sie allen Vergnügungen in Frieden nachgehen können (Sure 36). So teilt sich die Menschheit seit Adam in Muslime und Nichtmuslime, d.h. in Gläubige und Ungläubige auf.

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Die Islamische Lebensweise

Wir Muslime glauben, dass Gott in sich eins ist. So wie Gott eins ist, so ist auch der Mensch ein von innerer Harmonie geprägtes Wesen. Leib, Seele und Geist bilden eine harmonische Einheit, wenn sich der Mensch unter Gottes Willen, der sich im geoffenbarten Buch dem Koran ausdrückt, bringt. Wir glauben an den einen Gott, an seine Gesandten, deren letzter und damit abschließendes Siegel Mohammed ist, den von Allah geoffenbarten Schriften, dessen einzige unversehrt überlieferte und damit einzig legitime Offenbarungsschrift der Koran ist, an Engel, an das Endgericht und die Vorherbestimmung sowie an das Paradies.
Ein Muslim zweifelt Gottes uneingeschränkte Herrschaft nicht an. Ganz im Gegenteil. Er unterwirft sich in der Überzeugung, dass es nur dieses einzig mögliche menschliche Verhalten gegenüber dem einen Gott geben kann, und das bedeutet:

  • Ergebung in seinen Willen
  • Gehorsam gegenüber seinen Geboten
  • Unterwerfung aller Bereiche des Lebens unter seine unumschränkte Herrschaft

Dem entsprechend ist ein Muslim jemand, der sich Gottes Wollen und Tun rückhaltlos unterwirft.

Taqiyya - "Täuschung"

Es ist erstaunlich, wie wenig die Staatslenker und ähnlich verantwortliche Personen in westlichen Demokratien noch immer vom Islam verstehen. Oder aber sie wissen genaustens Bescheid und täuschen die Bevölkerung, die sie ja vertreten und vor Schaden schützen sollen. Und das wäre noch verwerflicher als die islamische Variante der Taqiyya, das wäre Verrat am eigenen Volk.
Es besteht die irrige Auffassung, dass der Islam durchaus mit den Werten westlicher Demokratien vereinbar sei, und dass man jenen Vertretern des Islams vertrauen könne, die sich als moderat und reformwillig präsentierten (so zumindest die offizielle Darstellung).
Wie es seit Jahrhunderten muslimische Tradition ist, wissen nicht nur die muslimischen Machthaber, wie man sich "Ungläubigen" gegenüber zu verhalten hat, um eigene Ziele durchzusetzen. Täuschung und Verschleierung, zusammengefasst unter dem Begriff Taqiyya, sind die zentralen Methoden islamischer Diplomatie - im Kleinen wie im Großen.
Taqiyya meint schlicht "muslimische Täuschung der Ungläubigen". An dieser Methode hat sich bis heute nichts geändert. Sie ist nur subtiler und perfekter geworden. Wer glaubt, die islamische Ethik und Dogmatik (Aqida) werde sich in absehbarer Zeit den liberalen Idealen westlicher Demokratien anpassen, ist schlecht informiert (siehe z.B. Thema Religionsfreiheit, sexuelle Freiheit).
Der Islam ist vom Wesen her darauf angelegt, die Fahne mit dem Halbmond irgendwann in aller Welt wehen zu lassen. Islam ist nicht nur Religion. Islam ist System, Gesellschaftssystem. Rechtsgrundlage in islamischen Staaten ist und bleibt die Scharia.

Das Wort Muslim bedeutet auch:

  • ein sich - Ergebender
  • ein sich - Hingebender
  • ein sich - Unterwerfender

Islam ist also nicht nur eine Bezeichung für eine weltweite Glaubensgemeinschaft.

*Islam ist:

  • ein Glaube
  • eine Lebensweise
  • eine Bewegung zur Aufrichtung der islamischen Ordnung in der Welt

* Siehe: Universal Islamic Declaration des Islamrates für Europa, veröffentlicht am 28.4.1980 in der islamischen Zeitschrift New Horizon in London, deutsche Übersetzung abgedruckt im Materialdienst der Ev. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen der EKD Nr.7 vom 1.7.1980, Stutgart, S.181-184.

Von Anfang an soll der Islam (der Glaube an Allah und an Mohammed als dessen letzter Prophet) in der Welt verbreitet werden - wenn es mit dem Wort nicht gelingt, so eben mit dem Schwert (siehe  Djihad und weiter unten  IS - Islamic State).

"Allah"-Kalligraphie

Die umma und die fünf Säulen

Um die Ungläubigen zum Islam zu bekehren, hat Gott sich den Völkern zu verschiedenen Zeiten durch Propheten zu verstehen gegeben. In diese Reihe der Propheten gehören Noah, Abraham, Mose, David, Jesus und andere. Mohammed gilt als letzter Gesandter Gottes (Sure 33,40), der die mahnende Botschaft seiner Vorgänger zwar bestätigte, sie aber von aller im Laufe der Zeit erfolgten Verunreinigungen befreite und sie den Menschen in reiner, unversehrter Form wieder übergeben hat.

Daher ist für Muslime unverständlich, wenn Mohammed nicht als Gesandter Gottes anerkannt wird. Viele meinen deshalb, dass dies der Beweis dafür sei, dass Juden und Christen keine richtigen Verehrer des einen Gottes sind. So setzen wir voraus, dass alle Muslime, gleich welcher kultischen Prägung, die gleiche Auffassung von dem einen Gott haben, nämlich die von Mohammed verkündete. Das ist das wahre Haus des Islams, die weltweite Gemeinschaft der von Allah recht geleiteten, die Umma, wie wir sagen.
Diese innere Einheit findet bis heute ihren äußeren Ausdruck in der Ausübung der fünf Pflichten, die man die fünf Säulen des Islams nennt.
Es sind dies:

  1. Das gemeinsame Glaubensbekenntnis, Shahada
  2. Das Gebet (arabisch: As-Salat) ist fünfmal täglich in Richtung zum gemeinsamen Heiligtum, der Ka'bah in Mekka, als eine Pflicht Gott gegenüber, vorgeschrieben. Die fünf täglichen Gebete erinnern den Menschen an seinen Bund mit Gott, beleben und stärken seinen Glauben an Ihn stets aufs Neue. Sie reinigen sein Herz und helfen ihm, sündhaftem Verhalten auszuweichen und allem Unguten und Unreinen aus dem Weg zu gehen. Siehe:  Das Gebet - Salat
  3. Das Geben von Almosen zakat - damit verbunden ist das jährliche Entrichten eines bestimmten Prozentsatzes vom Nettovermögen (z.B. 2.5% des Barvermögens, das einen bestimmten Betrag überschreitet und ein Jahr überdauert hat), zur Läuterung der eigenen Seele und zur Reinigung des Eigentums. Zakat wird an einen bestimmten Personenkreis der Gesellschaft, wie Arme, Bedürftige, usw. entrichtet.
    Gleichzeitig ist mit zakat die religiöse Verpflichtung gemeint, einen bestimmten Teil der eigenen Einkünfte für religionsrechtlich festgelegte Zwecke bereitzustellen.
    Hierzu zählen auch die Unterstützung von  Da'wa-Aktivitäten oder nach Interpretation mancher Islamisten auch des Dschihads.
  4. Das gemeinsame Fasten während des Monats Ramadan, des neunten Monats des islamischen Mondkalenders. Es bedeutet Enthaltsamkeit vom Essen, Trinken und Geschlechtsverkehr mit dem Ehepartner, täglich von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang. Dabei werden Verlangen und Begierde unterdrückt. Das Fasten lehrt Aufrichtigkeit und Frömmigkeit, sowie Mitgefühl mit den Armen und Liebe. Es entwickelt ein gesundes soziales Gewissen, Geduld, Selbstlosigkeit und Selbstdisziplin.
  1. Die Pilgerfahrt Hadsch zu dem Haus, das von Abraham einst zur Anbetung Gottes erbaut wurde, der Ka'bah in Mekkah. Sie ist einmal im Leben denjenigen vorgeschrieben, die die Mittel und die Möglichkeit dazu haben. Die Ka'bah ist ein würfelförmiges Gebäude aus Vulkangestein. Die Seiten messen etwa 12, Vorder- und Rückseite 10,5, die Höhe 15 Meter. Die Ka'bah gilt als Symbol für die Anwesenheit Gottes. Etwa anderthalb Meter über dem Boden ist in der äußersten südöstlichen Ecke der Ka'bah der schwarze Stein (al-hazar al-aswad), ein in drei Teile zerbrochenes, in eine glänzende Silberfassung versenktes Stück eines Meteoriten, der mit Allah assziiert wird, eingelassen.

Mohammed -- der Prophet

Mohammed wurde im Jahre 570 (n.Chr) in der Stadt Mekkah in Arabien geboren. Er stammt aus einer vornehmen arabischen Familie. Die erste Offenbarung empfing er im Alter von 40 Jahren.
In Mekkah hat er 13 Jahre lang zum Islam eingeladen. In dieser Zeit waren er und seine Gefährten, die den Islam annahmen, schweren Misshandlungen und Verfolgungen ausgesetzt, so dass ihm Gott befahl, nach Medinah (einer anderen Stadt in Arabien) auszuwandern (622).
Während der kurzen Zeitspanne von 23 Jahren wurde seine Botschaft vollendet.
Mohammed starb unerwartet am 8. Juni 632 im Haus seiner Frau A'ischa in Medinah, wo er auch beigesetzt wurde. Sein Grab (mit dem von Abu Bakr und Umar ibn al-Chattab) befindet sich heute innerhalb der "Prophetenmoschee", der Hauptmoschee von Medina.
Wir Muslime sind davon überzeugt, dass Mohammed ein vollkommenes und für alle Menschen vorbildliches Leben führte.
Seine Biographie veranschaulicht die Lehren des Qur'an und ihre Verwirklichung in der Praxis.
Ibn Ishaq, Das Leben des Propheten - der Ishaq ist der wichtigste islamische Text nach dem Koran.

Das IS-Kalifat

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Juni 2014: Das IS-Kalifat.
Mohammed und IS (Islamic State)

Zu Lebzeiten Mohammeds gab es bereits einige Schlachten, die zum Ziel hatten, den Islam zu verbreiten und die damals Unwilligen bzw. Feinde des Islams mit Gewalt zum neuen Glauben zu bekehren - wer sich Mohammed nicht unterwerfen wollte, wurde getötet. Der Besitz der Ungläubigen, ihre Frauen und Kinder, ging an die Muslime. Ähnlich verfahren im Jahr 2014 die Djihadisten des IS (Islamic State), die ein Kalifat in weiten Teilen der Erde einsetzen wollen - mit einem Islam nach Tradition Mohammeds. Hinrichtungen (Köpfungen, Kreuzigungen, Erschießungen zehntausender Menschen) sind 2014 in weiten Teilen Iraks und Syriens an der Tagesordnung. Hier ein Auszug aus dem Buch "Das Leben des Propheten" von Ibn Ishaq: »[...] Schließlich mussten sich die Quraiza (Banu Quraiza - zusammen mit den Banu Qainuqa und den Banu Nadir einer der drei einflussreichsten jüdischen Stämme des vorislamischen Medina, Anm. my-europe.de) ergeben, und der Prophet ließ sie im Gehöft der Bint Harith, einer Frau vom Stamme Naddschar, einsperren. Sodann begab er sich zum Markt von Medina, dort, wo heute noch der Markt ist, und befahl, einige Gräben auszuheben. Als dies geschehen war, wurden die Quraiza geholt und Gruppe um Gruppe in den Gräben enthauptet. Darunter befanden sich auch der Feind Gottes Hujajj ibn Achtab und das Stammesoberhaupt Ka'b ibn Asad. Insgesamt waren es sechs- oder siebenhundert Männer, einige behaupten sogar, es seien zwischen acht- und neunhundert gewesen.[...]«

Ibn Ishaq, Das Leben des Propheten, S. 178 f.

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September 2012: Viel Aufregung in der islamischen Welt um einen Anti-Islam-Film

Der angeblich von einem in den USA lebenden ägyptischen Kopten produzierte Film hat mal wieder die islamische Welt aufs Heftigste provoziert. Der Film stellt den Propheten Mohammed als schwachsinnigen Bastard dar und gibt ihn der Lächerlichkeit preis. Überall in der Welt werden in dieser Zeit von Muslimen Proteste gegen den Filmproduzenten (dessen Tod man fordert) und vermeintlich ünterstützende westliche Länder, allen voran die USA, aber auch deren Verbündete wie Deutschland u.a. veranstaltet, bei denen es zu gewaltsamen Stürmungen von Botschaften gekommen ist (z.B. die Deutsche Botschaft in Khartum/Sudan). Man darf fragen, warum das ausgerechnet in dieser Zeit geschieht, wo bestimmte Kräfte in Syrien einen Regierungssturz wollen, wo genau zu diesem Zweck salafistische und andere fundamentalistisch islamische Gruppen (Al-Qaida) großzügig mit Waffen ausgestattet werden.
Abgesehen davon ist es eine üble Unsitte der dekadenten westlichen Welt überhaupt jemanden in der Öffentlichkeit lächerlich zu machen. Das ist gröbste Respektlosigkeit und Menschenverachtung. Religionen haben darüber hinaus noch eine viel bedeutsamere Funktion. Einen Religionsstifter lächerlich zu machen kann nur entsprechende Antworten hervorrufen. Aber, man sollte auch bei aller Verletztheit darauf achten und fragen, warum eine solche Provokation erfolgt, welchem Zweck sie dient.

Radikale Muslime rufen zu Mordanschlägen in Deutschland auf. Der deutsche Islamist "Abu Assad" fordert seine Glaubensbrüder wenige Tage später auf, Rache zu üben. In seiner 8-seitigen Drohschrift (alghorabaa.files.wordpress.com, Abrechnung mit Deutschland) heißt es: »[...] übt Rache für den Gesandten [...] lasst euer Ziel diesen deutschen Schauspieler dieses Filmes sein, der die Rolle unseres edlen Gesandten spielte. Die Pro NRW, die unseren geliebten Propheten in Karikaturen belustigten. Und jene Politiker, welche die Genehmigung für das Zeigen dieser Karikatur guthießen und erlaubten. Und jene Mitbürger, die sie darin unterstützen, egal wer sie sind.[...]«
Nach deutschem Recht stellt der Aufruf zum Mord eine Straftat dar!

Sunniten und Schiiten

Nach dem Tode Muhammads spalteten sich die Gläubigen, weil sie sich über die Person des Nachfolgers Muhammads nicht einigen konnten:

Die größte Glaubensrichtung im Islam sind die Sunniten. Sie erheben für sich den Anspruch, der Tradition des Propheten Mohammed zu folgen (Sunna = Brauch, gewohnte Handlungsweise, überlieferte Norm).

Sunniten: die ersten rechtmäßigen Kalifen nach Muhammads Tod (632) sind
- Abu Bakr (632-634)
- Umar (634-644)
- Uthman (644-656)
- Ali (656-661)

Leiter der Gemeinde ist der Kalif. Ein Kalif muss zum Stamm des Propheten gehören, muss sich in den religiösen Quellen auskennen und muss politische Eignung besitzen.

Der Imam (arabisch إمام, Imām; Deutsch: Vorsteher, Vorbild) ist der Vorbeter beim islamischen Gebet (arabisch salat). Im Grunde kann jeder Gläubige, der den Ritus des Gebets beherrscht, die Aufgabe des Imams wahrnehmen. Oftmals sind jedoch ausgebildete Religionsgelehrte in dieser Funktion tätig. Desweiteren können in der Gesellschaft besonders verdiente Muslime die Bezeichnung Imam als Ehrentitel führen (z.B. "Imam Malik", "Imam Khomeini"). Ebenso werden die ersten vier Kalifen auch als Imame bezeichnet.

Neben zwei schiitischen (Jaafariten - benannt nach dem 6. Imam der Schiiten, Jaafar as-Sadiq, 83 - 148 n.H., ca. 23% der Muslime; Zaiditen - "Fünfer-Schiiten", nach Zaid ibn Ali benannt, um 740) entwickelten sich seit Mitte des 8. Jahrhunderts vier Rechtsschulen (Madhab), die der sunnitische Islam kennt:


  1. Hanafiten, genannt nach Abu Hanifa (gest. 767). Sie ist die am weitesten verbreitete Rechtsschule. Ihr folgen etwa 50% der Sunniten. Ihre Anhänger leben hauptsächlich in den Nachfolgestaaten des alten Osmanischen Reichs, insbesondere in der  Türkei. Ebenso die Sunniten in Afghanistan, Pakistan, Turkmenistan, Indien, China, Usbekistan, Kasachstan, sowie Südafrika folgen der hanafitischen Rechtsschule. Desweiteren gibt es hanafitische Minderheiten in Iran, Irak, Syrien, Libanon, Ägypten, Jordanien, Palästina, in Europa in den Balkangebieten, speziell Bosnien, Albanien, Mazedonien, Serbien, Bulgarien und Griechenland.
  2. Malikiden, nach Malik Ibn-Anas (gest. 795), in Oberägypten, Nord- und Westafrika verbreitet.
  3. Schafiiten, nach Mohammed Ibn Idris Al-Schafi'i (gest. 820), in Unterägypten, Ostafrika, Südarabien, Indonesien verbreitet.
  4. Hanbaliten, nach Ibn Hanbal (gest. 855). Diese Richtung ist sehr streng und hauptsächlich unter den orthodoxen Sunniten in Arabien verbreitet.
    Wahhabismus (zurückgehend auf Muhammad ibn-'Abd-al-Wahhab, 1703-1792, Saudi-Arabien) bzw. Salafitentum entstanden aus internen Veränderungen der Lehren der Hanbaliten.
    Die Salafisten behaupten von sich die eigentlichen Weggefährten Mohammeds ("Altvorderen" = Salaf) zu sein und den ursprünglichen Islam zu lehren. Beide berufen sich oft auf den hanbalitischen Gelehrten Taqi ad-Din Ahmad ibn Taimiyya (1263-1328), der viele moderne Islamisten inspiriert.

    Siehe auch:  Islamismus in Deutschland - Entstehung des Wahhabismus

Die Schiiten (Schi'a = "Partei") bildeten sich nach dem Tode Mohammeds. Sie ernannten Mohammeds Vetter und Schwiegersohn Ali ibn Abi Talib als ersten rechtmäßigen Nachfolger (bei den Sunniten 4. Kalif). Leiter der Gemeinde ist der Imam. Ein Imam muss ein Nachkomme Alis sein. Von der Mehrheit der Muslime (Sunniten), die diese Nachfolgeregelung ablehnte, wurden sie als Schi'at Ali - Partei des Ali - bezeichnet (Die Sunniten sind der Meinung, dass eine göttlich legitimierte Autorität nur Mohammed selbst zustand). Während die Sunniten den Imam als gewählten religiösen Führer betrachten, gilt dieser bei den Schiiten als direkt von Gott eingesetzt. Er ist somit Teilhaber am göttlichen Wissen und gibt danach die entscheidende Deutung religiöser und weltlicher Gesetze. Der Koran selbst erlangt durch diese Auslegung Vollkommenheit.

Ein zentraler Bestandteil der schiitischen Lehre ist der Glaube an die Wiederkehr des Verborgenen Imams als Retter (Mahdi) und Erneuerer der Menschheit, der Mohammeds Werk vollenden soll. Wegen unterschiedlicher Ansichten über die Gestalt des Imam spalteten sich die Schiiten in zahlreiche Einzelgruppen auf; manche Forscher gehen von bis zu 72 solcher Splittergruppen aus. Sie werden je nach der Zahl der von ihr anerkannten Imame als Fünfer- (Zaiditen in Jemen), Siebener- (Ismailiten in Syrien, Persien, Indien) und Zwölfer- (Imamiten, Jaafariten, größte Gruppe von Libanon bis Afghanistan) -Schiiten bezeichnet.

  • "Extreme" Schiiten: Gott wohnt direkt in den Imamen. Kleine Gruppe, z.B. in Syrien. Die Alawiten aus der Umgebung von Lattakia und Hama-Homs gelten als extreme Schiiten.
    Siehe auch: Religionen im Nahen Osten: Irak, Jordanien, Syrien, Libanon: 1. Hannelore Müller, S. 188.


  • Ismailiten (Isma'iliyyah): Der schon vor seinem Vater "verstorbene" Sohn des 6. Imam Dschafar ibn Muhammad al-Sadiq (gest. 765; 6. Imam der Zwölf Schiiten), Ismail ibn Dschafar, gilt als der rechtmäßige 7. und damit letzte Imam (weshalb Ismailiten auch als Siebener-Schiiten bezeichnet werden). Die Anhänger Ismails behaupteten, dass Ismail nicht gestorben sei, sondern in der Verborgenheit weiter lebe und eines Tages als Mahdi auf die Welt zurückkehren werde. Eine andere Gruppe erklärte dessen Sohn Muhammad ibn Ismail zum 7. Imam und erwartet am Ende der Zeit seine Wiederkehr als Mahdi.
    Der erste wieder sichtbare Imam nach dem Tod von Muhammad ibn Ismail wurde der Begründer der fatimidischen Macht, Ubayd Allah (gest. 934; er behauptete von Dschafar ibn Muhammad al-Sadiq abzustammen, was aber nicht bewiesen werden kann).

    Ismailismus: Religionen der Menschheit, Band 25,3, Der Islam III, S. 129 ff.

    Am Ende des Kalifats von al-Mustansir (1036-1094) spalteten sich die Ismailiten erneut auf. Eine gemäßigte Gruppierung, die Mustalier (benannt nach Mustali, dem jüngeren Sohn von al-Mustansir) hatten ihr Zentrum in Kairo. Die radikalere Gruppierung, die Nizariten (benannt nach Nizar, dem erstgeborenen Sohn von al-Mustansir), hatten ihr Machtzentrum in der Berg-Festung Alamut (Persien).
    Mit Nizar verbündeten sich die iranischen Ismailiten unter Anführung von Hassan-i-Sabbah, der der Nachwelt u.a. als Urvater des islamischen Terrorismus überliefert ist -- Hassan-i-Sabbah gilt als Gründer der "Assassinen".
    Der Templerorden (militärische Eliteeinheit) hatte während der Kreuzzüge Kontakte zu den Assassinen und übernahm einige Elemente ihrer Mystik. Umgekehrt praktizierten die Assassinen die drei blauen Grade der Templer.

    Seit Ende 2007 erfahren die Assassinen bei den Liebhabern von Videospielen Verehrung. Bei den Jugendlichen, gleich welcher kulturellen Prägung, heißt das Vorbild menschlicher Charakterstärke Altaïr Ibn La-Ahad, ein besonders erfolgreicher Assassine.


    Die beiden wichtigsten Zweige der Ismailiten heute sind die Bohras, mit Sitz in Mumbai (ehemals Bombay), Indien, und die Khojas, konzentriert auf Gujarât, Indien. Ansonsten findet man Ismailiten u.a. in Pakistan, Jemen, Iran, Syrien, Ost-Afrika.


  • Zwölferschiiten: Der 12. Imam, Muhammad ibn Hasan al-Mahdi (Mitte 9. Jahrhundert) lebt in der Verborgenheit weiter und wird als Mahdi (s. oben) zurückkehren. Während seiner Abwesenheit sollen qualifizierte Theologen die Leitung der Gemeinde übernehmen. Vor allem in Iran verbreitet.


  • Zaiditen: lehnen die Vererbung der Imam-Würde und den Mahdi-Glauben ab.

Daneben gibt es noch die Ibaditen (Staats-Rechtsschule in Oman; kleinere Gruppen im nördlichen Afrika und Sansibar, benannt nach Abd Allah ibn Ibad) und die Zahiriten (benannt nach Da'ud ibn Chalaf; ohne religiöse Basis, die überlierferten Texte sind aber noch erschließbar). Beide werden weder den Sunniten noch den Schiiten zugeordnet.

Das islamische Recht - Scharia

Kennzeichnend für das islamische Recht ist der Versuch, alle menschlichen Handlungen unter dem Gesichtspunkt ihrer religiösen Ethik zu klassifizieren und sie durch Gebote und Verbote zu regeln. Es wird der Anspruch erhoben, dass jeder Bereich des Lebens des Einzelnen sowie der ganzen Gesellschaft im Rahmen religiösen Rechts geregelt werden muss. Dazu gehören Steuerrecht, Handelsrecht, Familienrecht, Strafrecht und die Ausübung der Religion selbst. Islam ist nicht zu trennen von der Scharia. Muslimische Anführer forderten bereits vor Jahren, die Scharia für Muslime außer in mehrheitlich islamischen Staaten auch in nichtislamischen Staaten, wo Muslime derzeit noch Minderheiten stellen, wenigstens teilweise einzuführen: Die Scharia müsse eingeführt werden, damit Muslime ihre Religion auch in vollem Umfang leben können, alles andere sei Diskriminierung und laufe der gewährten Religionsfreiheit zuwider - so die Argumentation.

Grundlagen der Scharia

  1. Koran
  2. Sunna (das Vorbild/Beispiel des Propheten): Hier sind Tausende Hadite Grundlage. Hadite ("Traditionen" bzw. dessen Äquivalente) sind Geschichten, die davon handeln, was Mohamed sagte oder tat. Während des 8. Jahrhunderts haben Rechtsgelehrte damit begonnen, Hadite als Grundlage für gesetzliche Regelungen zu Bereichen zu benutzen, über die sich der Koran ausschweigt. Die Sunna hängt von der Authentizität dieser Hadite ab. Teile davon wurden in der Scharia-Gesetzgebung kodifiziert
  3. Qiyas - der Analogieschluss, i.e. wenn laut Koran oder Sunna etwas explizit verboten ist, anderes aber nicht erwähnt wird, dem Verbotenen aber qualitativ gleicht, so wird dieses gemäß quiyas dem schriftlich Redigierten gleichgesetzt.
  4. Ijma - die Übereinkunft der Umma (der islamischen Gesamtgemeinde), insbesondere jedoch der Ulema (alle gegenwärtigen und vergangenen Rechtsgelehrten)

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Deutsche Gerichte wenden Scharia bereits seit Jahren an
An deutschen Gerichten wird bei Rechtsstreitigkeiten zwischen Muslimen bereits seit einigen Jahren islamisches Recht praktiziert.

Literaturtipp: Richter ohne Gesetz, Joachim Wagner, 2011

Findet die Scharia immer häufiger Berücksichtigung im Zivil-, Straf- und Prozessrecht freiheitlich-demokratischer Rechtsstaaten, werden eben genau diese von einem System unterlaufen, das den seit Ende der 1960er Jahre gewachsenen Vorstellungen einer liberalen Gesellschaft in weiten Teilen feindlich gegenüber steht.
Da die Scharia untrennbar mit dem Islam verbunden ist und sich auf alle Beziehungen des religiösen, bürgerlichen sowie staatlichen Lebens erstreckt, muss die Frage berechtigt sein, inwieweit von einem Staat mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung einem System wie dem Islam Religionsfreiheit zugestanden werden kann, wenn Islam in seiner Konsequenz eine Staatsordnung konstituiert, die die Werteordnung eines freiheitlichen, pluralististischen und säkularisierten Staates ablehnt.

Es gelten die Menschenrechte gemäß Scharia

Die Vorstellungen der Scharia von Recht und Unrecht (insbesondere bei der Auslegung bestimmter Themen wie u.a. Menschenrechte, religiöse- und sexuelle Freiheit und Gleichberechtigung der Geschlechter - inklusive der Sühnung dort festgelegter strafbarer Handlungen) stehen den Idealen aufgeklärter freiheitlicher Gesellschaften diametral entgegen.

Artikel 22 der Kairoer Erklärung der Menschenrechte garantiert das Recht auf freie Meinungsäußerung, solange diese nicht die Grundsätze der Scharia verletzt. Abschnitt b) gibt jedem Menschen in Einklang mit den Normen der Scharia das Recht auf Selbstjustiz. Selbstjustiz ist erlaubter und geforderter Bestandteil dieser Rechtsordnung!

Hadd-Strafen

Auf Missionierung zu anderen Bekenntnissen als dem Islam sowie der Abwendung vom Islam als Muslim steht die Todesstrafe ... Die Todesstrafe kann in einigen islamischen Staaten ebenfalls für homosexuellen Geschlechtsverkehr verhängt werden ... Genuss und Handel/Schmuggel von Alkohol, unehelicher Geschlechtsverkehr (Unzucht, Ehebruch), Koranschändung, Gotteslästerung, sexuelle Belästigung von Frauen können mit dem Tode bestraft werden ... Die Hinrichtungen erfolgen durch Steinigung, Hängen oder Schwert ... Zwangsamputation von Gliedmaßen oder deren Unbrauchbarmachung als Bestrafung z.B. bei Diebstahl ... weniger harmlose Delikte können mit öffentlichen Auspeitschungen bestraft werden ... Bestraft wird z.B., wer sich mit einer Frau unterhält, mit der man nicht verheiratet oder verwandt ist ...
Google search:  hadd+strafen 

Islam und Scharia sind gleichbedeutend

Erschienen in der islamistisch-nationalistischen Tageszeitung "Milli Gazete" am 16. Oktober 2006 (Auszug eines Interviews):
»Yerli ve yabanci bütün ciddî sözlük ve ansiklopedilerde buna benzer açiklamalar bulunmaktadir. Bir insanin “Ben de Müslümanim ama Seriata karsiyim” demesi mantiksizlik, çeliski ve saçmaliktir.Yukaridaki tariften anlasildigi üzere seriat kutsal bir kavramdir. Islâm ile seriat özdestir.« Originaltext Milli Gazete

Übersetzung:
»Es ist unlogisch, widersprüchlich und unsinnig, wenn ein Mensch behauptet, er sei zwar Muslim, aber gegen die Scharia. [...] Die Scharia ist ein heiliger Begriff. Islam und Scharia sind gleichbedeutend.« Siehe: Wikipedia: Milli Gazete

Protestaktionen in der Welt gegen die Veröffentlichungen von Mohammed-Cartoons der dänischen Zeitschrift Jyllandy-Posten. Siehe: The Jyllands-Posten Cartoons

"Satire stoße dort an ihre Grenze, wo sie die Würde anderer beschädige" (Mehr...)

Scharia erobert die Finanzwelt:  Google search: Islamic Banking 

  • Großbritannien setzt sich dafür ein, das führende islamische Bankzentrum der Welt zu werden. Das Shari’a-Bankwesen verbreitet sich eilends über den Globus und führt eine de facto Anerkennung der Scharia herbei.
  • 7. Februar 2008, Neue Zürcher Zeitung: Scharia-Justiz für britische Muslime? "Der Primas der englischen Staatskirche hält die Einführung muslimischer Rechtsnormen in Großbritannien für unvermeidlich."
  • Der islamische Gold-Dinar soll als Gegenwährung zum US-Dollar Verwendung finden und diesen im Rahmen von Islamic Banking und Islamic Finance in der Umma ersetzen. Die arabischen Golfstaaten planen eine eigene Währung mit geringerer Dollar-Bindung: "Mit Ausnahme von Oman haben sich alle Golfstaaten auf einen Zeitplan bis 2010 festgelegt. Der endgültige Entwurf für das Abkommen zu einer Währungsunion der Region wurde von den Staatschefs der Golfstaaten bei einem Treffen am 30. Dezember 2008 in Muskat, der Hauptstadt Omans, besprochen." (Kopp-Verlag, 8.1.2009)
  • "Islam ist eine kapitalistische Religion". Murat Cizakca, seit 2003 Professor für Volkswirtschaft und vergleichende Wirtschaftsgeschichte an der Bahcesehir-Universität in Istanbul: »[...] "Wer Angst hat, dass der Islam jetzt die Finanzmärkte erobert, hat nur Vorurteile", sagt er. "Der Islam ist seit 1500 Jahren auf den Kapitalmärkten aktiv. Wahrscheinlich haben Muslime sogar etwa 1000 Jahre vor Adam Smith den Kapitalismus erfunden. Ohne Zweifel ist der Islam eine kapitalistische Religion." [...] Die islamischen Finanzinstrumente haben sich aus der Mudaraba-Partnerschaft entwickelt, einer 1500 Jahre alten Einrichtung, aber ihre moderne juristische Form ist eine westliche Erfindung. Eine islamische Bank ist gewissermaßen eine in eine Kapitalgesellschaft verwandelte Mudaraba-Partnerschaft. Nicht viele Menschen wissen, dass das die Symbiose zwischen unseren Kulturen demonstriert. [...] Islamische Banken und Versicherungen werden weiter wachsen. Selbst im Westen sind Muslime daran interessiert, ihr Geld ohne Zinsen anzulegen oder eine Versicherung abzuschließen, die sich mit den Regeln der Scharia, dem islamischen Recht, vereinbaren lässt. [...]«
    Zitiert aus: www.allianz.com, 2006
Die Islamic Development Bank (IDB), erste islamische Finanzinstitution der modernen Art und Zweig der OIC (Organisation der Islamischen Konferenz), öffnete ihr erstes Haus im Oktober 1975 in Dschidda (Saudi-Arabien; von 1983 bis 1991 war der heutige Staatspräsident der Türkei, Abdullah Gül, führender Manager). Die IDB arbeitet gemäß den Vorschriften der Scharia, und ist heute eine der wichtigsten Institutionen, wenn es um Projektfinanzierungen, Kredite und Investitionen im islamischen Kontext geht. Auch wenn man vornehmlich mit anderen islamischen Banken zusammen arbeitet, bestehen durchaus Geschäftsbeziehungen zu internationalen Kreditinstitutionen, für die schariatsrechtliche Bestimmungen keinerlei Bedeutung haben. Über sogenannte Waqf-Fonds (waqf arab. für religiöse Stiftung) der Bank werden weltweit Projekte in den Bereichen wirtschaftliche Entwicklung, Bildung und Gesundheit finanziert. Im Jahre 2003 wurde ein weiterer Waqf-Fonds gegründet, der v.a. Katastrophenhilfen finanzieren soll. Gleichzeitig unterhält die IDB zahlreiche Sonderfonds, zwei wurden nach dem Ausbruch der zweiten Intifada eingerichtet. Allein Saudi-Arabien zahlte in diese Fonds 170 Millionen US-Dollar ein. Offiziell heißt es, das Geld solle vor allem den Familien von Märtyrern ein angemessenen Auskommen sichern. (Johannes Grundmann: Islamische Internationalisten).

Saudi-Arabien, mit 23% an den Gesamteinlagen der IDB beteiligt, übt gegenüber den anderen 55 Mitgliedsstaaten den größten Einfluss aus.

Saudi-Arabien unterstützt die Verbreitung des Islams sowie den Bau von Moscheen und Koranschulen in aller Welt sowie alle Richtungen des sunnitischen Islams, meist fundamentalistische und militante Gruppen.

Teile und herrsche !

Macht erhält in der Regel nur, wem Macht zugestanden wird. Ist dem so, dann darf weiter gefragt werden, wer ein Interesse daran hat, dass dem Islam in den freiheitlichen Gesellschaften so viel Schutz und Raum gewährt wird. Ist der Islam am Ende nicht der eigentliche Adressat gegenwärtiger Kritik, muss nach den Urhebern gefragt werden, die ein Interesse daran haben, dass derzeit gerade einem System wie dem Islam - sei es auch nur der Täuschung wegen - so viel Aufmerksamkeit und Macht gegeben wird.
    Siehe auch:
  • Zitat [2]: www.nicht-mit-uns.com/nahost-infos/texte/1eurabia.html, Der Euro-Arabische Diaglog und Die Geburt von Eurabia
    Zitat [1][3]: buchtest.de, Rezension "Eurabia. The Euro-Arab Axis": »[...] Einführend vermittelt Bat Ye’or dem Leser ein Basiswissen über den Islam selbst, sowie über die Methoden seiner Ausbreitung seit seiner Entstehung, was für das Verständnis der Geschehnisse seit dem 2.Weltkrieg in Europa und der arabischen Welt grundlegend ist. Es folgt im Zuge der ersten Ölkrise 1973 der sogenannte "Europäisch-Arabische-Dialog" auf höchster politischer Ebene. Dieser "Dialog" diente den Europäern vor allem für Wirtschafts- und Rohstoffgeschäfte. In der arabischen Welt ist aber Wirtschaft nie von Politik zu trennen, wie der saudische Öl-Minister bestätigt: "two sides of the same question". Und so waren mit den Verträgen seitens der arabischen Staaten immer politische Forderungen verbunden, denen die Europäer mehr und mehr nachkamen. Die europäische Appeasement- und Anpassungs-Politik war in vollem Gange. [...]«[1] Weder die USA noch Israel waren von dieser Initiative der Europäer begeistert.
    Der neu entstandene Euro-Arabische Dialog (EAD) wurde insbesondere von Frankreich unterstützt. Für das Zustandekommen dieses Dialogs stellte die arabische Liga besondere Vorbedingungen, die politische, wirtschaftliche und kulturelle Forderungen umfasste. »[...] Die Vorbedingung für jede wirtschaftliche Vereinbarung mit den Ländern der Arabischen Liga machte in Europa die Schaffung eines für die Araber günstigen "Meinungs-Klimas" nötig. [...] Bezüglich Europas forderte die Vereinigung [...] besondere Bedingungen für Einwanderer. [...] Die Vereinigung appellierte an die Presse, an Freundschafts-Gruppen und den Tourismus die öffentliche Meinung über die Arabische Welt zu verbessern. Sie fordert die Regierungen der Neun auf, den kulturellen Bereich des Euro-Arabischen Dialogs mit konstruktivem Geist anzugehen und der Verbreitung der arabischen Kultur in Europa größte Priorität einzuräumen. [...]«[2]
    »[...] Ein anderes Anliegen der Muslime war die Übernahme der arabischen Positionen gegenüber Israel nach dem Sechs-Tage-Krieg von 1967, was bekanntlich der Auslöser der ersten Ölkrise war. Die UN-Sicherheits-Resolution 242 von 1967 wurde mit Beginn des Euro-Arabischen Dialogs von der arabischen Liga sehr bald anders interpretiert. [...]«[3]
    Offiziell endete der Euro-Arabische Dialog 1989 mit dem Beginn der "Neuen Mittelmeerpolitik".
  • Namhafte "Linke" in Deutschland unterstützen und schützen den Islam seit den 1960er Jahren. Der Exiliraner Bahman Nirumand, einst befreundet mit Ulrike Meinhof (RAF) und Rudi Dutschke, meint, dass man bloß nichts gegen den Islam sagen und ihn nicht provozieren sollte. Nirumand hat 1967 maßgeblich die Anti-Schah-Krawalle angeheizt, in deren Verlauf Benno Ohnesorg durch einen deutschen Polizisten erschossen wurde. Bahman Nirumand sowie dessen Tochter Mariam Lau und Schwiegersohn Jörg Lau engagierten sich viele Jahre für die links-alternative Tageszeitung "TAZ" in Berlin. Marium Lau (seit 2010 bei der "ZEIT") schrieb 2005 für "DIE WELT" z.B. den Artikel bezogen auf Joschka Fischer's Buch "Risiko Deutschland" / 1995; Fischer sagt hierin, "Deutschland muß von außen eingehegt, und innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden.".

     my-europe.de, Deutschland

Feindbild ISLAM - ISLAMISMUS

Verstärkt durch das Ereignis am  11. September 2001 in den USA (zwei Flugzeuge rasten in die Türme des World Trade Centers in New York, woraufhin diese einstürzten und knapp 3000 Menschen mit in den Tod rissen) geriet der Islam bzw. islamischer Fundamentalismus ins Blickfeld des öffentlichen Interesses. Die Bevölkerung der USA, wenig später auch aller anderen westlichen Industriestaaten, ließ sich von der durch die Massenmedien erzeugten Angst vor weiteren Terroranschlägen ergreifen und befürwortete aus Gründen der eigenen Sicherheit, der eigenen Besitzstände etc., die folgende und fortdauernde Beschneidung ihrer Freiheiten und Bürgerrechte - sicherer ist das Leben jedoch nicht geworden, das Gegenteil ist der Fall. Mit dem 11. September 2001 begann der "Krieg gegen den Terrorismus". Hauptfeind in Persona war von nun an Osama Bin Laden, der als Chef der sunnitisch-islamistischen Gruppierung Al-Kaida verantwortlich gemacht wurde für den Anschlag.
Am 2. Mai 2011 wurde dieser Staatsfeind laut offizieller Darstellung getötet und sofort im Meer versenkt. Mit dieser offiziellen Beendigung der Agenda Bin-Laden ließ die US-Außenministerin H. Clinton umgehend verlauten, dass mit dem Tod Osama Bin-Ladens nicht der Terrorismus besiegt sei - es hieße nun, die Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus zu verdoppeln. Außerdem wurde die Sicherheitslage neu beurteilt und erklärt, dass man nun mit Racheakten rechnen müsse, was bedeutet, dass die Maßnahmen zum "Schutz der Bevölkerung" entsprechend angepasst werden - das kann auch bedeuten, dass staatliche Überwachung, die Einschränkung der Meinungs- und Bewegungsfreiheit intensiviert werden.
Mit Osama Bin-Laden ist unweigerlich der Islam verknüpft, obwohl von öffentlicher Seite immer betont wird, dass der Islam eine friedliche Religion sei und mit Terrorakten und Mord nichts zu tun habe. Gemäß "politisch korrektem" Denk- und Redediktat wurde eine öffentliche Kritik gegen den Islam ebenfalls untersagt. Und dennoch wurde der Islam zum Feindbild, das von der selben Öffentlichkeit, die Kritik gegen den Islam verbietet, geschürt und gepflegt wird... Warum nur ? Zur Erreichung von geostrategischen, politischen, wirtschaftlichen Zielen wird Religion auch in diesem "Langen Krieg", dem Krieg gegen den Terrorismus, instrumentalisiert. Nach dem altbewährten Motto "teile und herrsche" (divide et impera) werden die Bevölkerungsgruppen in Angst und Schrecken versetzt, aufgespalten und gegeneinander aufgehetzt. Diesmal kämpfen sunnitische Extremisten (Salafisten, Wahhabiten) gegen alles Nicht-Sunnitische (der selbsternannte sunnitische "Islamic State/IS" schreckt aber auch nicht davor zurück, Sunniten zu töten, weshalb die religiöse Motivation angezweifelt werden muss; beim IS handelt es sich um eine vom Westen gefördert Terrororganisation, die Terror verbreiten soll). Schiiten (z.B. im Iran) sollen ausgerottet werden und Christen erleben in diesen Zeiten so intensive Verfolgungen wie nie zuvor in ihrer langen Geschichte. Parallel dazu formieren sich immer mehr Menschen in nationalen Bewegungen zum Kampf gegen nationalstaatsfeindliche Auswirkungen der Globalisierung und bestimmte Volks- und Religionsgruppen, die dem mehrheitlich christlich geprägten, westlichen Wertesystem entgegenstehen (z.B. Roma und Muslime).

Siehe auch:  Islamismus in Deutschland - Entstehung des Wahhabismus

Globalisierung
Der US-Amerikaner Thomas P.M. Barnett: Als Voraussetzung für das reibungslose Funktionieren (der Globalisierung) müssen vier dauerhafte und ungehinderte 'Flows' gewährleistet sein. Einer davon ist der ungehinderte Strom von Einwanderern (zielt insbesondere auf Europa ab), der von keiner Regierung oder Institution verhindert werden darf. Nationale Grenzen sollen aufgelöst, Rassen vermischt und Werte und Religionen abgeschafft werden (Gleichschaltung aller Länder der Erde; jährlich sollen 1,5 Millionen Menschen aus der "dritten Welt" von den europäischen Ländern aufgenommen werden; Ziel: eine hellbraune Rasse mit Durchschnitts-IQ von 90).
Laut Thomas P. M. Barnett erwies sich als Problem, dass sich hinter der Antiglobalisierung kein greifbarer Bösewicht verbarg: "Mangels Erkenntnis eines klar umrissenen Feindbildes, beschlossen wir einfach, die Rolle der größten Bedrohung dem radikalen Islam zuzuschreiben."

Religion lässt sich instrumentalisieren
Es ist einfach, davon auszugehen, dass die unterschiedlichen islamistischen Terrorgruppen (z.B. IS) vom Westen, i.e. den USA etc. gegründet wurden, um ganz weltliche Ziele verwirklichen zu können. Es gehören immer zwei dazu. Religion wird also nicht nur von irgendwelchen Hintergrundmächten instrumentalisiert - Religion, und damit deren Gläubige, lässt sich mindestens genauso gern instrumentalisieren. Diejenigen, die sich an diesem Terror unter der Flagge des Djihad beteiligen, sind in der Regel Muslime. Und es sind die Djihad-Kämpfer, die die ganze Welt mit einem Islam mittelalterlicher Prägung "beglücken" wollen. Die von islamischer Seite gemachten Ausssagen, dass der Islam eine Religion des Friedens sei und die Aufrufe zum Mord an Ungläubige nur von Terroristen und nicht von Muslimen ausgingen, muss widersprochen werden. Immer wieder rufen Imame dazu auf, Weiße bzw. Ungläubige zu töten, deren Frauen zu vergewaltigen, Homosexuelle vom höchsten Turm zu werfen. Da fällt mir wieder dieser alte Spruch ein: Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.
Meldungen über sunnitisch-islamistischen Terror erreichen uns aus Ländern aller Kontinente. Der einzig friedliche Platz diesbezüglich scheint die Antarktis zu sein.



Das Bilderberger Treffen 2015 fand vom 10. bis 14. Juni in Telfs in Tirol statt. Wenig später eskalierte die Flüchtlingskrise in den Staaten der EU. Hunderttausende Menschen, vorwiegend Muslime aus den Kriegs- und Konfliktgebieten Syrien, Irak, Pakistan, Afghanistan, Albanien, Kosovo und (nord-)afrikanischen Staaten kommen über das Mittelmeer nach Europa oder über die Türkei, Griechenland, Mazedonien nach  Ungarn,  Österreich,  Deutschland und  Schweden. Besorgte Kritiker der aktuellen Flüchtlingsbewegung bezeichnen die "Asylantenflut" nicht ohne Grund als "Invasion" und sehen bürgerkriegsähnliche Zustände aufdämmern. Allein Deutschland erwartet für 2015 mindestens eine Million Flüchtlinge, die Kultusminister rechnen mit bis zu 300.000 Kindern, die in sog. Willkommensklassen integriert werden müssen. Die Mehrheit der Flüchtlinge sind Männer zwischen 20 und 35 Jahren. Einer der obersten sunnitischen Imame, Scheich Muhammad Ayed, fordert die Migranten auf, für das kommende Kalifat sich mit den Europäern zu paaren. Saudi-Arabien will den Aufnahmeländern in der Flüchtlingskrise mit dem Bau hunderter Moscheen "helfen" (200 allein in Deutschland).

Siehe auch:  Neue Weltordnung

Was die Proteste in Nordafrika mit den Rothschilds verbindet

Die Rothschild-Familie kontrolliert mit ihren Zentral Banken und Internationalen Finanzfonds die Wirtschaft von Tunesien, Ägypten, Jemen, Jordanien und Algerien. Aufkommende konkurrierende regionale Banken, die nach dem scharia-konformen System des Islamic Banking funktionieren, sollen geschwächt werden. Wie in folgendem Artikel zu lesen ist, sponsort der US-amerikanische Milliardär George Soros, der bei Rothschild’s "International Crisis Group" im Vorstand sitzt, seit Langem Trainings für sogenannte Pro-Demokratie-Aktivisten. Ziel ist, in den jeweiligen Ländern Chaos zu kreieren und während eines Machtvakuums, Personen zur Macht zu verhelfen, die den Interessen der mit den Rothschilds verbundenen Finanzorgane entsprechen.

 Die Neue Weltordnung
 Toleranz - Repressive Toleranz - Das Bedürfnis des Menschen nach "Sicherheit"

Wie wird man Muslim

Ob ein Mensch vor Gott Muslim ist oder nicht, können nur der Mensch bzw. Gott selbst wissen. Um aber offiziell in die Gemeinschaft der Muslime aufgenommen zu werden, ist im allgemeinen das Aussprechen der Shahada, des islamischen Glaubensbekenntnis "la ilaha illa allah wa-muhammadan rasulu llah" (Niemand ist anbetungswürdig außer Allah, und Mohammed ist Sein Gesandter), nötig. In einigen Gemeinden ist zudem ein Treugelöbnis (Baiat) erforderlich - man verspricht hier in die Hand des Imam oder Khalifa der jeweiligen Zeit, ihm in allem Guten gehorsam zu sein. Dies war auch die Praxis des Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm). Tatsächlich ist es so, daß nach islamischem Glauben jedes Kind als "Muslim" geboren wird, denn das Wort "Muslim" bedeutet nichts anderes als "jemand, der Frieden in der Ergebung in Gott besitzt".

Da jedes Kind nach islamischer Vorstellung rein und sündlos geboren wird, ist es "Muslim". Wächst man aber durch den Einfluß der Eltern in einem anderen Glauben auf und möchte später dem Islam beitreten, so geschieht dies durch die eben beschriebene Prozedur. Ihr IslamToday-Team

»[...] Muslime stellen rund 23 Prozent der Weltbevölkerung von 6,8 Milliarden dar [...]«*

*www.kath.net, Oktober 2009

Schweden: Integration gescheitert

Nahezu täglich kann man in schwedischen Nachrichten von zunehmender Gewalt und Bandenkriegen erfahren, bei denen regelmäßig Angehörige von Migranten mit muslimischem Hintergrund beteiligt sind. Besonders problematisch scheint derzeit die Situation in der Stadt Malmö zu sein.
Schweden wird zusammen mit Belgien bis 2030 die größten muslimischen Bevölkerungsanteile europaweit haben. In Schweden werden laut der Studie von Pew Forum on Religion & Public Life etwa 993.000 Muslime im Jahr 2030 leben (ca. 450.000 im Jahr 2010)
 Schweden
features.pewforum.org, Sweden (The Future of the Global Muslim Population 1990 - 2030)

Die Vertreibung der Muslime aus Europa

Gerald Celente, Chef des US-amerikanischen Trend Reserach Institutes, schreibt in seiner im Sommer 2010 herausgegebenen Prognose, dass mit der Verschärfung sozialer Spannungen in Europa, die Muslime ab 2012 mit ihrer Vertreibung aus Europa rechnen müssten. »[...] Gerald Celente ..., empfiehlt allen in Europa lebenden Muslimen und islamischen Gruppen schon jetzt, Fluchtpläne zu erarbeiten oder aber Europa schon jetzt allmählich wieder zu verlassen, da sich in Europa die Geschichte wiederholen werde und es flächendeckend zu derzeit noch kaum vorstellbaren Vertreibungen von Muslimen kommen werde. [...]«
Zitat: prophezeiungsforum.de, 20.07.2010. Quelle: Trends Journal (Summer Issue 23/No.10).

Systemkollaps per Terror

In zahlreichen Medien lesen wir vom nahenden Systemkollaps. Jüngste Veröffentlichungen diesbezüglich beziehen sich auf die Terrororganisation IS (Islamic State), die, vom Westen aufgebaut und kontrolliert, gezielt in Syrien und Irak Terror der schrecklichsten Art ausübt und ganze Landstriche erobert. Dieser Terror soll nun auch nach Europa gelangen. Mit Terroranschlägen werden alle Länder bedroht, die den Kampf gegen den IS unterstützen. Aufrufe, Kuffar (Ungläubige) zu töten, gibt es zahlreich. Im Oktober 2014 bekämpfen sich bereits in einigen europäischen Städten (u.a. Hamburg) IS-nahe Sunniten und Kurden. Vor einer Verschärfung islamistischen Terrors wird immer deutlicher seitens der Behörden gewarnt.
Für den IS kämpfen ein paar tausend Europäer, darunter auch Deutsche und Franzosen. Angeblich würden 27% der jungen Franzosen (vorwiegend mit arabischen Wurzeln) mit dem IS sympathisieren, einige Hundert von ihnen würden sicherlich auch dem Mordaufruf folgen.
Einige Autoren glauben, dass das Misstrauen gegenüber Muslime zunehmen werde. Sollte sich islamistischer Terror in Europa etablieren, müssten Muslime mit Verfolgungen rechnen. Sie würden ihren Arbeitsplatz verlieren und ihre Personalausweise würden speziell gekennzeichnet werden. Terror und Lähmung der Wirtschaft würden dann den ohnehin anstehenden Systemkollaps einleiten, den man dann den Muslimen in die Schuhe schiebt.

Islamistische Anschläge in Frankreich -  Frankreich
Terror in  Belgien
Ebenso rechnet man verstärkt ab Herbst 2015 auch in Deutschland und anderen europäischen Staaten mit islamistischen Anschlägen.
 Deutschland - erster islamistischer Anschlag im Sommer 2016

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Gesamtzahl der Muslime in Deutschland:

5.100.000 (2017); 4.000.000 (2010) / REMID.
Siehe: REMID : Gesamtzahl der Muslime in Deutschland

Derzeit mangelt es noch an genaueren Zahlen, da es seit 1987 keine Volkszählung mehr gegeben hat. Vermutlich wird erst die Volkszählung ab 2011 dieses Defizit beheben. Einige Autoren gehen bereits von weit mehr als 5 Millionen Muslime in Deutschland aus, wobei auch denjenigen nur Schätzungen vorliegen, die noch dazu von falschen Voraussetzungen ausgehen. So ist z.B. problematisch, aus der religiösen Zusammensetzung der Bevölkerung des Herkunftslandes automatisch auf die Religion der hier lebenden Migranten zu schließen, da ein erheblicher Teil der Menschen aus Ländern, die hauptsächlich islamisch sind, keine Muslime sind.

Januar / Februar 2012: Die ersten Zentren für Islamische Theologie wurden eröffnet
Am 16. Januar 2012 wurde an der Universität Tübingen das bundesweit erste Zentrum für Islamische Theologie offiziell eröffnet.
Das größte Islam-Institut Deutschlands wurde am 2. Februar 2012 an der Universität Osnabrück gegründet. Ab dem Wintersemester 2012/13 können angehende Lehrer erstmals als reguläres zweites Fach "Islamische Religion" studieren. Bislang hat die Universität Osnabrück nur Weiterbildungen für islamische Religion angeboten.

Moscheen in Deutschland
Deutschlandweit gibt es neben den rund 2600 Gebetsräumen 163 klassische Moscheen. In Bau oder in Planung sind weitere 184 Moscheen, teils mit Kuppel und Minarett. Die Ahmadiyya-Gemeinschaft hat bereits 1989 einen "100-Moscheen-Plan" veröffentlicht, von dem bisher 25% umgesetzt ist (SPIEGEL Special, 2/2008, S.74).

August 2010: Die größte Moschee Deutschlands wird in Köln gebaut.
Ab Herbst 2011 verdichtet sich jedoch ein Konflikt, der dazu führte, dass die DITIB den Bauvertrag mit dem Architektenbüro Paul und Gottfried Böhm gekündigt hat. Der Ton zwischen beiden Parteien sei auch mit der politischen Entwicklung in der Türkei verknüpft, wo islamische Traditionen immer stärker in den Vordergrund geraten. Offiziell sei man von der DITIB mit der Durchführung des Baus der Moschee nicht zufrieden. Die für Mai 2012 anvisierte Eröffnung des Gebäudes dürfte sich verzögern.
Schließlich fand die Einweihung am 29. September 2018 in Anwesenheit des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und des Diyanetpräsidenten Ali Erbas statt.
Berlins zweitgrößte Moschee: Das Maschari-Center am Görlitzer Bahnhof.

Berlins größte Moschee ist die Sehitlik-Moschee am Columbiadamm in Neukölln. Sie bietet Platz für 1.500 Gläubige.

Khadija-Moschee in Heinersdorf (Ahmadiyya)

Am Mittwoch, den 27. Juni 2007, wurde mit den vorbereitenden Baumaßnahmen angefangen. Der zweistöckige Neubau in der Tiniusstraße ist der erste Moscheeneubau im Osten Berlins.
Finanziert wird er durch Spenden. Gegen die Errichtung der Moschee mit ihrem zwölf Meter hohen Minarett hatte sich eine Interessengemeinschaft organisiert.

 my-europe.de, Ahmadiyya

Eröffnung der Khadija-Moschee

Die Khadija-Moschee in der Tiniusstraße ist fertiggestellt und wurde am 16. Oktober 2008 vor rund 250 geladenen Gästen eröffnet. Der Kalif der Ahmadiyya-Gemeinde, Hazrat Mirza Masroor Ahmad, kam zu den zweitägigen Feierlichkeiten aus London nach Heinersdorf und sprach am 17. Oktober in dem neuen Gotteshaus das Freitagsgebet.

Die Muslime in Deutschland teilen sich wie folgt auf:

Zahlen aus: www.remid.de

Sunnitische Muslime: 2.640.000 (2006)

Aleviten: 500.000 (2009); 400.000 (2005)

Die aus dem arabischen hergeleitete Bezeichnung Alawi(yun) für die Anhänger des Ali ibn Abu Talib, der mit dem Propheten Mohammed in enger Verwandtschaft stand und somit zu den "Ahl al-Bait" (Angehörige des Prophetenhauses) gehörte, ist die Wortwurzel für den Namen Aleviten.
Der Alevismus entstand aus dem Islam heraus als Volksopposition gegen den orthodox-sunnitischen Islam. Aber auch gegenüber der Schi'a grenzt er sich ab: "Außer der Liebe zu Ali und den zwölf Imamen verbindet den Alewismus nichts mit den Schiiten im Iran, Irak und anderen arabischen Ländern, die mit der Scharia-Reaktion verbunden bleiben."
(vgl. Broschüre zur Kulturwoche der Anatolischen Aleviten in Berlin, 1991).
Bis auf wenige Gläubige, die sich eher als Muslime verstehen denn als Aleviten und ihre Gebete in Moscheen verrichten, lehnen insbesondere die anatolischen Aleviten die Scharia sowie die "Fünf Säulen des Islam" ab und haben keine Moscheen. Sie ünterstützten die Gründung der modernen Türkei unter Kemal Atatürk. Diese freiheitliche Richtung des Islams, die sich für die Trennung von Staat und Religion sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau einsetzt, wird vom türkischen Staat nicht als eigenständige und gleichberechtigte Religionsgemeinschaft anerkannt. Aleviten, die seit Atatürk Glaubensfreiheit genießen, waren in der Vergangenheit immer wieder pogromartigen Übergriffen ausgesetzt.
Etwa 400.000 - 700.000 der türkischstämmigen Einwohner Deutschlands gehören der alevitischen Religionsgemeinschaft an (SPIEGEL Special, 2/2008, S.50). Davon leben in Berlin nach eigenen Angaben etwa 40.000 (Stand 1993).

Iranische Imamiten und türkische Schiiten: 225.500 (2006)

Alawiten/ Nusairier (Türkei, Syrien): 70.000 (2010)

Ahmadiyya: 45.000 (2016), 50.000 (2005). Vor allem Flüchtlinge aus Pakistan

Sufi-Gemeinschaften: 10.000 (2006/2015).

Salafiyya: ca. 10.800 (2017)

Ismailiten: 1.900 (2006).

Moscheevereine:
Die Zahl der Vereinsmitglieder ist kein Anhaltspunkt für die Bedeutung der Vereine.

Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB): 150.000
2007 / REMID.

Die DITB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) ist der deutsche Ableger des türkischen Präsidiums für Religionsangelegenheiten DIB, die direkt dem türkischen Ministerpräsidenten untersteht (siehe auch: Türkei: Entwicklungen). Die DIB entsendet ihre eigenen Imame. Es bestehen personelle sowie inhaltliche Querverbindungen zu Milli Görüs.

Islamrat für die BRD: 136.000
2005 / REMID.

Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG): 26.500
2005 / VS. 274 Moscheevereine

Die seit einigen Jahren vom deutschen Verfassungsschutz observierte Islamische Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG), die als zweitgrößte islamische Organisation in Deutschland gilt und größtes Mitglied im Islamrat (IR) für die Bundesrepublik Deutschland ist, kooperiert mit der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), die wiederum der Föderation der islamischen Organisationen in Europa (FIOE) mit Sitz in Großbritannien angeschlossen ist, welche der Dachverband der verschiedenen Organisationen der Muslimbruderschaft ist. Amtierender Oberster Führer der Muslimbrüder ist seit 2004 Muhammad Mahdi Akif, der öffentlich den gewaltsamen Widerstand im Irak, die Selbstmordattentate der HAMAS und anderer palästinensischer Gruppen unterstützt und dem jüdischen Volk jegliches Existenzrecht zwischen Mittelmeer und Jordan abspricht. Zudem zeigt er sich mit Blick auf den Westen zuversichtlich, dass eine Islamisierung Europas und der USA nur eine Frage der Zeit sei. Die Muslimbruderschaft, 1928 in Ägypten gegründet, ist die größte islamistische Organisation des sunnitischen Islams und hat die schrittweise Errichtung eines weltweiten islamischen Staates auf der Basis der Scharia zum Ziel.
Ein bekannter Interessenvertreter von Milli Görüş ist Ibrahim Farouk El-Zayat, Präsident der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD). El-Zayat, den die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) als "Integrationsexperten" benannt hat, ist ein bekannter Funktionär, der sowohl die Interessen von Milli Görüş vertritt (als Funktionär der Europäischen Moscheebau- und Unterstützergemeinschaft verwaltet er den Immobilienbesitz von Milli Görüs) als auch die Ziele der Muslimbruderschaft unterstützt. Nun wird ihm vorgeworfen, der radikal-islamistischen Muslimbruderschaft anzugehören (was von der Mutterorganisation in Kairo bestätigt wurde) und in Geldwäscheaktionen verwickelt zu sein. El Zayat, der durch Heirat über beste Beziehungen zu dem türkischen Islamisten und ehemaligen Ministerpräsidenten Necmettin Erbakan verfügt, war 2006 Kandidat für das Amt des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Vorsitzender wurde dann aber der Deutsche Axel Ayyub Köhler, der den Wahabiten Nadeem Elyas ablöst.

Verband der Islamischen Kulturzentren: 20.000
2005 / REMID.

Nurculuk-Vereinigung: 12.000
2005 / REMID.

Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD): 12.000
2005 / REMID. 19 Dachorganisationen mit den dazugehörigen Moscheevereinen. Vorsitzender ist seit 2006 der Deutsche Axel Ayyub Köhler.

Islamische Gemeinschaft Jama't un-Nur: 6.000
2005 / REMID. 120 Medressen

Türkisch-Islamische Union (ATIB): 1.300
2005 / REMID.

Islamische Gemeinschaft in Deutschland: 1.300
2005 / REMID.

Kalifatsstaat: 750
2005 / VS. Die Organisation ist seit Dezember 2001 verboten.

Tablighi Jama´at (Gemeinschaft der Verkündigung der Mission): 500
2005 / REMID.

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Wandel in der westlichen Gesellschaft

Das Islam-Archiv in Soest (Leiter: Muhammed Salim Abdullah) hat in einer vom Innenministerium finanzierten Studie festgestellt, dass zwischen Juli 2004 und Juni 2005 gut 4000 Deutsche dem Islam beigetreten sind. Bis vor drei Jahren, als die Zahl der Eintritte konstant bei rund 300 im Jahr lag, handelte es sich dabei vor allem um Frauen, die einen muslimischen Mann geheiratet hatten. Wenngleich sich die Gründe heute etwas geändert haben, sind es immer noch viele Frauen aber auch reichlich Akademiker unterschiedlichen Geschlechts, die zum Islam konvertieren. Häufig diene die Bewältigung einer persönlichen Krise als Motiv für den Eintritt zum Islam. Wenn auch das Christentum diese Möglichkeit bietet, so wolle man sich doch von der Allgemeinheit abheben und sich von anderen unterscheiden. Viele schätzten die klaren Handlungsanweisungen des Koran und meinten, dass im Islam gesellschaftliche Werte noch etwas zählten, wogegen der Werteverfall in der westlichen Gesellschaft nicht mehr zu übersehen sei, andere aber träten dem Islam allein aus Trotz bei.

    Nur vier Beispiele deutscher Konvertiten:
  • Herbert Krawinkel alias Muhammed Salim Abdullah (Islam-Archiv in Soest)
  • Abdullah Uwe Wagishauser (68er, APO; Vorsitzender der Ahmadiyya Muslim Jamaat in Deutschland)
  • Ayyub Axel Köhler, Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (2006-2010)
  • Pierre Vogel alias Abu Hamza Salahuddin (*1978, Ex-Profi-Boxer, Islam-Prediger und-Missionar der salafitischen Richtung, starke Präsenz im Internet)

In einer weiteren Veröffentlichung des Archivs heißt es, dass 2045 in Deutschland genauso viele Muslime leben könnten wie Nicht-Muslime, zudem werde die Bevölkerung in Deutschland durch Zuwanderung auf rund 100 Mio. wachsen. Nach den aktuellen Trends werde Europa spätestens Ende des 21. Jahrhunderts muslimische Mehrheiten in der Bevölkerung haben, wofür Migration und Demografie sprächen. Während nicht-muslimische Frauen im Schnitt 1,1 Kinder bekommen, gebären Frauen aus islamisch geprägten Kulturen durchschnittlich 2,1 Kinder. Allerdings dürften sich diese Zahlen, wie jüngere Untersuchungen ermittelten, nicht bestätigen.

Nach Aussage des Mittelalterhistorikers Ekkehart Rotter ("STERN"-Interview, 25/2007, S. 70 ff.) werde Europa in 50 Jahren islamisiert sein. Europa erlebe heute eine Kolonisierung durch die Türkei, gesteuert durch das dortige Ministerium für religiöse Angelegenheiten, das auch verantwortlich für den Bau der meisten Moscheen - Bollwerke gegen Integration - sei.

E. Rotter gibt auch zu bedenken, dass ein Muslim, der sich an den Koran hält, keinen Eid aufs deutsche Grundgesetz ablegen könne, da offen zu Gewalt gegen Ungläubige, also Nicht-Muslime, aufgerufen werde. Da der Koran ein Glaubensbekenntnis ist und von den Muslimen wörtlich genommen wird, weil er eins zu eins Gottes Wort wiedergibt, könne man den Koran aber auch nur schwer von seinen aggressiven Inhalten befreien.
Wie E. Rotter weiter meint, dürfe dem Islam in Europa kein Platz eingeräumt werden, solange der Koran nicht mit den Menschenrechten in Übereinstimmung gebracht wird. Es werde auch keine Integration geben, solange die Koranstelle gilt, dass ein Muslim mit Christen und Juden keinen Umgang haben darf.

  • Sure 5,51: "Nehmt euch nicht Juden und Christen zu Freunden." Sure 8,55: "Als die schlimmsten Tiere gelten bei Gott die Ungläubigen." Sure 5,60: "..die Allah verflucht hat" (Volk der Schrift, die Juden).


  • Islamistischer Extremismus, Konvertiten und Terrorismus, Bedrohungen im Wandel. Eine Veranstaltung des Verfassungsschutzes am 26. November 2009 in Potsdam.
    Der Religionswissenschaftler Dr. H. M. Haußig untersucht in seinem Vortrag die Begriffe "Islamismus" und "islamischer Fundamentalismus". Bei der historischen und begrifflichen Einordnung zeigen sich die Probleme pauschaler Zurodnungen. So wird z.B. aufgezeigt, dass es recht unterschiedliche Tendenzen im Islam gibt, die sich selbst als "fundamentalistisch" definieren. »[...] Man findet darunter sowohl Anhänger totalitärer Ideologien als auch überzeugte Demokraten.[...]« Der Begriff "Islamismus" hingegen ist eine »[...] eindeutig westliche Prägung und habe im Arabischen oder Persischen kein Äquivalent. Versuche, den Begriff im Arabischen oder Persischen wiederzugeben, haben im Arabischen zu einer Lehnübersetzung mit Hilfe eines Adjektivs geführt: islam siyasi. Übersetzt man diese Worte zurück ins Deutsche, so bedeuten sie "politischer Islam";[...]« In einer Abstraktbildung kann "Islamismus" auch mit dem Wort "islamawiya" ("Neigung zum Islam") wiedergegeben werden. Wie Dr. Haußig weiter ausführt, verstehen sich die Islamisten selbst »[...] als Muslime, die den "reinen" und "wahren Islam" der Gründerzeit verbreiten. [...]« Abschließend stellt Dr. Haußig heraus, dass mit dem Anspruch, seine eigene Religiosität leben zu wollen, nicht zwangsläufig ein politischer Anspruch verbunden ist. »[...] Der Wunsch, andere Formen von Religion zu praktizieren, impliziert nicht, dass die Akteure der religiösen Handlungen, die Angehörigen der muslimischen Minderheit, der nichtmuslimischen Mehrheit ihre religiöse Praxis aufzwingen will. Zwar mag der fromme Muslim den Wunsch haben, andere zu seiner Religion zu bekehren, doch ist dies ein legitimes Anliegen, wie es auch das Anliegen evangelikaler Christen ist, Menschen zu bekehren. Erforderlich ist also zunächst ein wenig mehr Gelassenheit im Umgang mit religiöser Differenz. Von Islamismus, islamistischem Extremismus und ähnlichen sollte daher nur dort gesprochen werden, wo seitens der Vertreter einer islamisch begründeten Position die Legitimität widersprechender Auffassungen nicht anerkannt beziehungsweise bekämpft wird.[...]«
    Zitiert aus: www.verfassungsschutz.brandenburg.de, 26.11.2009 (pdf)

Juni 2007: Salman Rushdie ("Die satanischen Verse", 1989) wurde in Großbritannien zum Ritter (Sir) ernannt. Daraufhin protestierte die muslimische Welt. Auf Massendemos in iranischen und pakistanischen Städten wurden Flaggen und Puppen von Königin Elizabeth und Salman Rushdie verbrannt. Ganz offen fordert man wie schon 1989 Rushdies Kopf. Die britischen Botschafter in Teheran und Islamabad nahmen brav die Protestnoten entgegen. Lord Ahmed, erstes muslimisches Mitglied des britischen Oberhauses sagt, dass Rushdies Ernennung zum Sir die 'religiösen Gefühle' der islamischen Welt verletzt habe.
Die deutsche Tageszeitung "taz" fragte, "ob es denn tatsächlich nötig war, Rushdie den Adelstitel anzubieten (und ob es klug von ihm war, ihn anzunehmen)".
Die Umgangsweise mit der muslimischen Protestwelle gegen die Ernennung von Salman Rushdie zum Ritter zeigte zum wiederholten Mal, dass die westliche Publizistik und Politik bereits vor den Forderungen islamischer Agitation kapituliert hat. Warum? Sind die Muslime die ewig unschuldigen Opfer, die nichts dafür können, dass sie gelegentlich ausrasten ? Wie E. Rotter sagt, stellten Muslime seit Jahren Forderungen und beschimpfen den, der sie nicht erfüllt, als Faschisten und Rassisten. Deswegen erfülle man sie lieber und fühle sich gut. Und man setzt noch einen drauf und fordert in lauten Sprechchören "Christen von der Straße fegen", wie unteres Video zeigt.

Die "kritische Masse"
Im Oktober 2014 hat sich in Deutschland eine Protestbewegung etabliert, die sich gegen die "Islamisierung des Abendlandes" (PEGIDA) ausspricht und in Anbetracht des aktuellen Flüchtlingsstroms nach Deutschland und anderen europäischen Ländern schnell zehntausende Sympathisanten hinter sich sammeln konnte. Die Flüchtlinge, die derzeit nach Europa kommen, sind zum Großteil allerdings Christen aus dem Osten Europas und danach erst Christen, Muslime u.a. aus den Kriegsgebieten in Syrien, Irak, Palästina, Kurdistan, sowie tausende Afrikaner. Die Angst der Protestler vor Überfremdung bzw. vor einem islamischen Gesellschaftssystem mag vielen befremdlich vorkommen. Die gesellschaftliche Elite aus Politik, Wirtschaft, Medien macht es sich leicht mit der pauschalen Verurteilung der Protestler als "fremdenfeinliche", "rechtsextreme" Spinner. Es wird mit Zahlen argumentiert, dass es derzeit gerade mal 5 Millionen, in 15 Jahren vielleicht 7 Millionen Muslime in Deutschland gebe, Muslime also in absehbarer Zeit nicht die Mehrheitsgesellschaft stellen werden. Ignoriert wird, dass die kritische Masse für einen Systemwechsel, für eine erfolgreiche Revolution, bei 10 Prozent liegt. Das heißt, dass von der Bevölkerungszahl eines Landes 10 Prozent ausreichen, spürbare Veränderungen in einem Land durchzusetzen und schließlich die Macht zu übernehmen. Voraussetzung dafür ist, dass die Gruppe in sich homogen und an einem Ziel ausgerichtet ist. Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass weit weniger als 10 Prozent ausreichen, wenn ein Staat nicht mehr regierungsfähig ist, weil sich große Bevölkerungsgruppen gegeneinander bekämpfen und das Land in Chaos versinkt. Es ist dann ein Leichtes, als starke Gruppe das Chaos für sich zu nutzen, die sich bekriegenden Bevölkerungsgruppen niederzudrücken und selbst die Macht zu übernehmen.

Gott - Krone - Vaterland

In  UNGARN wurde unterdessen die Landesverfassung geändert. Die national-konservative Regierung (seit 2010 im Amt) negiert u.a. die Notwendigkeit einer multikulturellen Gesellschaft, insbesondere, wenn diese keine Rücksicht auf nationale Empfindungen nehmen muss. Statt dessen werden wieder traditionelle ungarische Werte in den Vordergrund gestellt: Gott (nach christlicher Lehre) - Krone - Vaterland ... Forint, die ungarische Währung... Einige haben die Gefahr erkannt, die durch kulturfremde Einflüsse droht. Doch die meisten scheinen immer noch nicht verstanden zu haben, was auf dem Spiel steht. Von brutalen Christenverfolgungen hört man mittlerweile aus 50 Ländern (35 davon sind muslimisch), u.a. aus Ägypten und Nigeria. Wie es heißt, seien nie zuvor so viele Christen wegen ihres Glaubens verfolgt worden. Etwa alle 3 Minuten wird ein Christ wegen seines Glaubens getötet.

Siehe auch: Open Doors - Weltverfolgungsindex 2011

Religionen werden seit je her immer wieder gern instrumentalisiert, um bestimmte ökonomische und politische Interessen durchzusetzen.

Je mehr Du dich ängstigst, desto besser kann ich dich kontrollieren

Bezogen auf die Proteste gegen die Ernennung Rushdies zum Ritter, schrieb die kanadische Autorin Irshad Manji, liberale Muslima, dass sie auch beleidigt sei "weil es eine Fatwa gibt, die Frauen dazu verurteilt, zu Hause zu bleiben und sich jederzeit zu bedecken" und weil "so viele andere Muslime nicht beleidigt sind" wenn bei Bombenanschlägen Muslime in Stücke gerissen werden. Es sei "höchste Zeit, die Scheinheiligkeit im Namen des Islam zu verbannen". Denn: "Salman Rushdie ist nicht das Problem. Die Muslime selbst sind es" (DER SPIEGEL, 26, 2007, S. 158).

Wie der Islamwissenschaftler Gernot Rotter (Bruder von Ekkehart Rotter) meint, sei die Mehrheit von den in Deutschland lebenden Menschen mit muslimischer Sozialisation säkular eingestellt und bekenne sich zur Verfassung. Säkulare Muslime sind in der Konsequenz aber keine Muslime mehr. Jedem Muslim, der sich aber von seinem Glauben lossagt, droht die Todesstrafe, alternativ heute (wegen der internationalen Proteste) die Einweisung in die Psychiatrie. Dennoch werden diese Ex-Muslime nach Aussage von E. Rotter immer mehr. Diese Gruppe gelte es zu unterstützen.
Seit Mai 2007 gibt es in Deutschland den Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE). Ferner gibt es einen ZdE in den Niederlanden und in Skandinavien sowie das Council of Ex-Muslims in Großbritannien. Am 26. Februar 2010 wurde der Zentralrat der Ex-Muslime Österreich nach deutschem Vorbild gegründet - Auflösung am 7. November 2011 - Gründung der Initiative Ex-Muslime.

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www-Links

 Frankreich: Burka-Verbot, September 2010. "La Résistance Républicaine" - für Freiheit -Gleichheit - Brüderlichkeit - gegen Scharia.
 Djihad und "Heiliger Krieg"
 Kampf der Kulturen
 Das muslimische Gebet - Salat
 Die Jesiden - Yeziden - Ezedis
 Die Ahmadiyya Bewegung
 Aleviten
 Deutschland
 Mantras
 Neue Weltordnung - Illuminati, Freimaurer etc.

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